akantifapotsdam





Redebeitrag zur Verdrehung von Opfern zu Ttern auch in Zeiten des Toleranzedikts - 3.Mai.2008



Eine etwa 50 kpfige Gruppe griff unter rassistischen Parolen wie Auslnder raus am Nachmittag des 1. Mai ca. 30 Minuten lang einen Dnerimbis auf der gut besuchten Brandeburger Strae an.

Die Lokalpresse schrieb am nchsten Tag hingegen unter Berufung auf die Polizei von 20-30 Jugendlichen die vom Betreiber des Ladens provoziert wurden, es ist die Rede von einer Massenschlgerei, einer aus dem Ruder gelaufenen "Herrentagspartie". Die Betreiber_innen htten eskalierend auf die Situation eingewirkt, als sie die Gruppe ansprachen, das Demolieren von Mobiliar einzustellen. Der Oberbrgermeister setzte sogar noch einen drauf, indem er schon am nchsten Tag gegenber dem rbb uerte, dass er nicht davon ausgehe, dass dies eine fremdenfeindliche Tat gewesen sei. Ohne die Sichtweise der Betroffenen zur Kenntnis genommen zu haben. Auch die Polizei nahm er sofort in Schutz und sprach von einem unverzglichen Eingreifen. Fragwrdig auch die Argumentation der Presse, die dem Besitzer eines Dnerimbisses nicht zugesteht sein Mobiliar zu verteidigen.

Die Verkehrung von Opfern und Ttern, geschieht in der Form nicht zum ersten Mal in Potsdam. Auch bei der Auswertung des bergriffs auf Ermyas war eine hnliche Vorgehensweise erkennbar. Damals wurde der Betroffene vom Paradebeispiel eines integrierten Afrikaners zu einem betrunkenen Auslnder stilisiert, der die Auseinandersetzung provoziert htte. Nach einer kurzen Welle der deutschlandweiten Emprung ber alltglich erlebbaren Rassismus, dominierte sehr schnell eine ausschlielich juristische Sichtweise. Die Beschimpfung mit dem Wort Nigger, wurde zur Normalitt verklrt, ihr rassistischer und damit politischer Gehalt negiert. Letztendlich endete das Verfahren mit einem Freispruch fr die Tter und mit einer Anzeige fr Ermyas. Mehr Infos darber findet ihr bei der Opferperspektive.

An diesem Punkt mssen wir auch unser eigenes Versagen eingestehen. Es war uns damals nicht mglich eine politische Sichtweise der Geschehnisse aufrecht zu erhalten. Wir liessen zu, dass die Dinge ihren Lauf nahmen und setzten trotz besseren Wissens darauf, dass die ffentlichkeit, die Justiz, die freie Presse zu einer ausgeglichenen Betrachtungsweise kommen wrden. Auslser fr unseren Rckzug war das sachlich falsche Dementi des VS ber unsere Angaben zu einem der mutmalichen Tter.

Aus diesem fatalen Fehler haben wir gelernt. Wir werden die Betroffenen in keinem Fall mehr alleine stehen lassen. Wir werden sie nach Krften untersttzen und die Justiz, die Politik und die Presse genaustens beobachten.


Solidaritt mit allen Betroffenen von rechter Gewalt!
Gegen die Verkehrung von Opfern zu Ttern!







ak_antifa potsdam
hosted by antifa.cc: antifa webhosting