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Demonstration wg eines rassistischen berfalls am Mnnertag 03.05.08

Demonstration mit 200 Teilnehmer_innen

Rassistischer bergriff mit zahlreichen Verletzten am 1. Mai in der Potsdamer Innenstadt

Am Nachmittag des 1. Mai kam es in der Potsdamer Innenstadt auf der gut besuchten Brandenburger Strae zu einem rassistischen bergriff, der seinesgleichen sucht. Eine Gruppe von 30-50 jungen Mnnern griff den Dnerimbiss XXL2 an. Zunchst wurde ein Werbeschild umgestoen und die drauen sitzenden Gste des Bistros ttlich angegriffen und beschimpft. So wurden sie etwa gefragt, warum sie denn bei Trken essen gehen wrden. Als daraufhin ein Angestellter die Gruppe zur Rede stellen wollte, griffen die einheitlich gekleideten Mnner die Mitarbeiter_innen des Imbiss an. Mehrere Zeugenaussagen besttigen die Schilderungen der Inhaber_innen, wonach bei diesem Angriff rassistische Parolen wie z.B. Auslnder raus und Deutschland den Deutschen gerufen wurden. Erschreckenderweise stie dies bei einigen Passant_innen auf Zustimmung.

Im weiteren Verlauf des bergriffs wurden mindestens 4 Angestellte zum Teil schwer verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei traf nach Eigenangaben 9 Minuten, nach Aussage der hilfesuchenden Person allerdings erst 20 Min nach dem ersten Anruf mit 2 Streifenwagen, 10 Minuten spter erst mit ausreichend Einsatzkrften ein. Bis zum Eintreffen der Polizei wurde der Angriff fortgesetzt.

In den ersten Verlautbarungen der Lokalpresse wurden die Schilderungen der Betroffenen dieses rassistischen Angriffs nicht ernst genommen. Nach wie vor hlt sich die Auffassung, die Inhaber_innen des Imbiss htten den Angriff provoziert. So ist die Rede von einer Massenschlgerei, die vor dem Imbiss stattgefunden habe. Dieses, wie auch andere hufig verwendete Worte, suggerieren, beide Seiten htten die Eskalation in gleichem Mae zu verantworten. Ein Journalist der Potsdamer Neuesten Nachrichten verstieg sich gar zu der rhetorischen Frage: Doch wie glaubwrdig ist die Version der seit 1992 in Potsdam lebenden Kurden?. Fragwrdig ist auch die uerung des Oberbrgermeisters Jann Jakobs nicht einmal 24 Stunden nach dem bergriff, er gehe nicht von einer fremdenfeindlichen Motivation aus.

Bei der geschilderten Tat handelt es sich nicht um den einzigen rechten bergriff dieser Tage in Potsdam. Am gleichen Tag griff eine 60-kpfige Gruppe in Potsdam Pirschheide eine Gruppe alternativer Jugendlicher mit Teleskopschlagstcken, sowie mit Quarz verstrkten Handschuhen und abgebrochenen Flaschenhlsen an. Nur dem engagierten Eingreifen eines Anwohners ist es zu verdanken, dass sich der grte Teil der Gruppe auf ein naheliegendes Grundstck retten konnte und es nicht zu weiteren Verletzungen kam. In der Nacht zum ersten Mai wiederum wurde ein Kongolese im Stadtteil Schlaatz vor seiner Haustr angegriffen, rassistisch beleidigt und krperlich attackiert Auch hier konnte durch das Eingreifen eines Anwohners Schlimmeres verhindert werden.

Am Abend des 3. Mai kam es aus Anlass dieser erschreckenden bergriffe und der verharmlosenden Berichterstattung der Lokalpresse bezglich des Angriffs auf den Dnerimbiss zu einer Demonstration von ca. 200 Antifaschist_innen in der Potsdamer Innenstadt. Dabei wurde auch auf der Brandenburger Strae eine Zwischenkundgebung abgehalten. Die Redebeitrge lsten Beifall bei Passant_innen und Betreiber_innen der umliegenden Cafes und Restaurants aus. Auf der Abschlusskundgebung auf dem Platz der Einheit bedankte sich einer der Imbissbetreiber fr die Untersttzung.

Zu dem ffentlichen Umgang mit diesen Vorfllen sagte die Pressesprecherin des ak_antifa_potsdam: Es ist ganz offensichtlich, dass Potsdams Politiker und die Polizei, einen Imageschaden abwenden wollen. Das Bild des toleranten, weltoffenen Potsdams soll unter keinen Umstnden beschdigt werden. Erschreckenderweise steht die Presse dieser Strategie der Verharmlosung auch noch vllig unkritisch gegenber.







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