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PM zur Konzertabsage Thee Flanders auf dem Rhythm against Racism 30.04.13

Zunchst einmal mchten wir uns klar und deutlich gegenber den aufkommenden Vorwrfen, unsere Vorgehensweise wrde die Sicherheit des Festival gefhrden, verwahren.
Unser Interesse galt von vorn herein einem gelungenen Konzert! Es gibt keinen Grund von einer Bedrohung der Veranstaltung auszugehen. Seit vielen Jahren sind wir sowohl als Besucher, als auch mit einem Infostand an dem Festival beteiligt und schtzen dieses sehr. Wir wollten und wollen dem Rhythm against Racism nicht schaden! Genau aus diesem Grund haben wir unsere Bedenken gegen ber den Thee Flanders auch nicht ffentlich gemacht, sondern es wurde sich lediglich an die Veranstalter und spter, an die durch Infostnde beteiligten, antifaschistisch-gesinnten Gruppen gewandt.

Wie Sie bereits den Mails im Anhang entnehmen knnen berufen sich die Vorwrfe sowohl auf Fotos, auf ein Interview des Sngers in der moloko +, als auch auf Augenzeugenberichte. Desweiteren drfte Ihnen der Text des Songs Perverses Schwein bekannt sein, in welchem unkommentiert rechfertigend, wenn nicht verherrlichend die Tterperspektive einer Vergewaltigung artikuliert wird.
Es wurde die Ausladung der Band und eine ffentliche Stellungnahme selbiger zu den fragwrdigen Ereignissen der Vergangenheit gefordert.
Leider haben alle Stellungnahmen der Band nur besttigt, dass sie sich keinesfalls mit den erwhnten Vorwrfen auseinandergesetzt haben. In ihnen wurden alle Vorwrfe geleugnet und der Versuch unternommen antifaschistische Strukturen als feige Schlgerbanden darzustellen. Gespickt von hohlen Phrasen wie Thee Flanders (...) sind und bleiben eine unpolitische Band. Dass wir gegen Nazis sind, sagt uns allerdings unser gesunder Menschenverstand. ( der Stellungnahme von 2011 entnommen) macht dies in vielen Punkten das Verhalten von sogenannten Grauzonen-Bands aus. (http://aib.nadir.org/index.php/archiv/58-ausgabe-91)

An keiner Stelle wird auf Fakten eingegangen, weder auf die Tatsache, dass Bandmitglieder einschlgige Kontakte zu Teilen der aktiven Neonaziszene hatten, noch auf das fragwrdige Interview des Sngers oder den untragbaren Songtext des Liedes Perverses Schwein. Stattdessen wird permament versucht einen emanzipativen Ansatz der berechtigten Kritik zu diskreditieren. Es bleibt die Frage offen, warum antifaschistische Strukturen eine Motivation haben sollten eine -wie es dargestellt wird- harmlose Band mit den vorgebrachten Vorwrfen zu konfrontieren und dabei auch noch von verschiedensten Gruppierungen untersttzt zu werden.

Zusammen mit den Drohungen rechtlicher Schritte, als auch krperlicher Gewalt in den Auseinandersetzungen vor einigen Jahren bildet das aktuelle Verhalten der Band, welches keinerlei Einsicht erkennen lsst, den Grund dafr, dass wir keine Motivation dazu hatten und haben uns mit ihnen persnlich zu unterhalten. Desweiteren gilt das Interesse der Veranstaltung und ihren Organisatoren, nicht dem Image der Thee Flanders, deshalb wurde sich in erster Linie immer an die Veranstalter gewendet.
Nach dem Versuch auf solidarischem Weg mit den Veranstaltern ins Gesprch zu kommen, und vor dem Hintergrund, dass in einem persnlichen Gesprch von der DGB-Jugend versichert wurde, die Bedenken ernstzunehmen, sind wir schockiert ber die Vorwrfe, die wir nun gegenber dem Asta der Uni Potsdam und dem AK-Antifa in der Presse finden mussten!

Wir hoffen, dass mit dem Festival trotzdem ein starkes Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden kann.
Unserer Ansicht nach ist diesem Anliegen gut getan, dass Thee Flanders dort nicht spielen.
Nichts desto trotz werden wir aufgrund der aktuellen Ereignisse, der Verleumdungen der Band und des DGB-Jugend, dieses Jahr nicht an dem Festival teilnehmen.


Mit freundlichen Gren,
ak_antifa







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