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Naziparolen in der Innenstadt 23.10.06

In der gestrigen Nacht zeigte sich wiedereinmal ein Beispiel fr die fehlende Lernfhigkeit der Potsdamer Polizei im Umgang mit Rechtsextremismus. Gegen 2.30 Uhr zog eine Gruppe von vier offensichtlichen Neonazis laut grlend durch die Innenstadt. Dabei riefen sie, permanent mitten auf der Strae laufend, Parolen wie: "Hier marschiert der nationale Widerstand" und "Frei, Sozial und National". Ein im Schritttempo vorbeifahrendes Polizeifahrzeug sah darin kein Grund zu handeln, obwohl sich die Gruppe auch gegenber der Polizei uerst aggressiv gebrdete. Die Neonazis zogen unbehelligt weiter und riefen dann in Hhe der Bibliothek "Sieg Heil" und schmissen kurze Zeit spter einen Mlleimer auf die Strae und randalierten dabei an einer Baustelle. Dabei wurden sie von drei jugendlichen Passanten beobachtet, die dieses Geschehen schon lnger mit ansahen und die Polizei riefen. Diese war zu dem Zeitpunkt abwesend. Einige Zeit spter wurden im Hauptbahnhof lediglich die Personalien der Neonazis aufgenommen. Von den am Alten Markt wartenden Zeuginnen wurden ebenfalls die Personalien aufgenommen. Whrenddessen bewegte sich die Gruppe der Neonazis auf die ZeugInnen zu, dabei riefen sie "Dumm, Dmmer, Antifa", sowie" 9 Millimeter fr Zeckenschweine". Auf Bitten der Jugendlichen mit dem Streifenwagen aus Reichweite der Nazis gefahren zu werden, sagten diese nur zu, den Teil der Zeugen, die auf ihrem Nachhauseweg, zwangslufig an den Nazis vorbei mussten, durch das Hinterfahren zu "schtzen". Whrend zwei der Zeugen also an den wild drohenden Nazis vorbeiliefen, blieben die Polizisten weit zurck. Eine weitere Zeugin, die Richtung Innenstadt lief wurde gar nicht geschtzt. Was die Nazis ausnutzten um ihr, mit dem Ruf "Antifa wir kriegen dich" hinterher zurennen. Nur ein Sprint verhinderte in diesem Moment die direkte Konfrontation mit dem Nazimob.

Dazu sagt einer der Zeugen:" Wenn sich Linke derart verhalten htten, wren diese schon bei der ersten Begegnung mit der Polizei einer Personalienkontrolle unterzogen worden und wren sptestens beim Grlen von Morddrohungen in Gewahrsam genommen worden".

Das Verhalten der Potsdamer Polizei, besttigt einmal mehr unseren Eindruck, dass die stetig gemachten Zusagen der Stadt Potsdam im Kampf gegen den Rechtsextremismus, zumindest teilweise angezweifelt werden muss, da der Wille zur Umsetzung in dieser Nacht offensichtlich fehlte.

Quelle: ak_antifa_potsdam







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