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"Kein Ort fr Nazis" Protest gegen NPD-Kundgebung in Potsdam


MAZ [11.8.2012]
Potsdam - Knapp zweihundert Menschen haben Freitagmittag auf dem Luisenplatz in Potsdam gegen eine Kundgebung der rechtsextremen NPD protestiert. Die NPD-Gegner demonstrierten lautstark mit Trillerpfeifen. Sie hatten Plakate mit der Aufschrift Nazis, nein danke und Kein Ort fr Nazis dabei.

Um bei der Protestaktion dabei sein zu knnen, lieen Demonstranten ihre Arbeit liegen oder nahmen sich Urlaub. Ester Molnar war auf dem Weg zur Uni und legte einen Zwischenstopp auf dem abgesperrten Gelnde ein. "Die Demonstration gegen den Aufmarsch der Rechten ist doch ein guter Grund frher loszufahren", sagte sie.

Bei der Protestaktion, zu dem das Bndnis "Potsdam bekennt Farbe" aufgerufen hatte, waren die Gegendemonstranten mit knapp 200 Personen in deutlicher berzahl. Nur etwa 10 Anhnger der rechtsextremen Partei versammelten sich, die derzeit in zahlreichen Stdten Deutschlands unterwegs ist.

Helmut Krger lie seine Broarbeit liegen, um zu protestieren. "Die muss dann eben warten", sagte er. Der Potsdamer konnte durch die lauten Pfiffe kaum verstehen, was die NPD durch Lautsprecher ansagte. Trotzdem rgerte er sich ber die europafeindliche Haltung der Partei. Mit einem blauen Ballon stand er neben einer Gruppe die gerade "Nazis haut ab" rief. "Ich will hier wie die anderen Farbe bekennen", sagte er. "Europa muss strker zusammenhalten im Kampf gegen rechte Gewalt."

Der Hollnder Gabriel Landman sprach sich ebenfalls dafr aus, dass die Brandenburger den Neonazis Einhalt gebieten. "Ich wohne bereits seit zehn Jahren in Potsdam und mchte mich hier auch weiterhin wohl fhlen", sagte er. Dann griff er zur Trillerpfeife.


Die Neonazis werden in dieser Stadt berhaupt nicht toleriert, sagte Potsdams Oberbrgermeister Jann Jakobs (SPD) am Rande der Gegendemonstration. Gut, dass Potsdam so ein klares Zeichen setzt. Die Rechtsextremisten stellten eine Gefahr fr die Demokratie dar.

Es ist ein Unding, dass Nazis hier berhaupt einen Platz beanspruchen, sagte Regina Philipp von der Linken. Die haben in Potsdam nichts zu suchen. Neben den Regierungsparteien im Land waren auch die Grnen und die Piraten mit groen Plakaten gegen Rechtsextrimusmus vertreten.

Die Polizei hatte den Platz schon am frhen Morgen bewacht und mit Absperrgittern umstellt. Insgesamt waren 200 Polizisten im Einsatz. Vor der Veranstaltung gab es eine Sitzblockade in der Schopenhauerstrae. Spter wurden Eier und eine Flasche geworfen. "Im Groen und Ganzen ist es aber sehr ruhig geblieben", sagte die Sprecherin der Polizeidirektion West, Ingrid Schwarz, im Anschluss der Kundgebung. Unbekannte verletzten jedoch kurz darauf zwei Polizisten mit Pfefferspray.

Die NPD beendete ihre Veranstaltung vorzeitig und brach zur Weiterreise nach Berlin auf. Fr den Freitagnachmittag waren auch dort Proteste gegen einen weiteren NPD-Auftritt angekndigt. Am 15. September plant die rechtsextreme Partei, erneut in Potsdam aufzumarschieren. red/ dpa
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de
    







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