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Mehr Arbeit für Ausländer // Integrationskonferenz will Hürden abbauen


PNN [18.8.2012]
Für viele Nicht-Deutsche in Potsdam ist es noch immer schwierig, in das Berufsleben hineinzukommen. Dies zu verbessern war Thema der 4. Potsdamer Integrationskonferenz, deren Ergebnisse nun vorgestellt wurden. In der Landeshauptstadt leben 6969 Menschen mit ausländischem Pass, die meisten von ihnen stammen aus der Russischen Föderation, der Ukraine, Vietnam und der Türkei.

Zu den Zielen der Konferenz gehörte die Gründung zweier Runder Tische zu den Themen „Arbeitsmarktintegration für MigrantInnen“ und „Ethnische Ökonomie“; Letzterer werde derzeit einberufen, so Magdolna Grasnick, die Integrationsbeauftragte der Stadt Potsdam. An diesem Runden Tisch sollen die Bedürfnisse nicht-deutscher Unternehmer behandelt werden. Über den Start wird am 4. September beraten, ihm sollen Vertreter der IHK Potsdam sowie vietnamesischer, russischer und afrikanischer Arbeitgeberverbände angehören.

„Eine der größten Hindernisse ist die Bürokratie“, sagt Grasnick. Viele Arbeitgeber schrecke der Aufwand, wenn sie einen Nicht-Deutschen einstellen wollen, so die Integrationsbeauftragte. Dabei hat sich die Situation mittlerweile verbessert: Seit dem 1. August 2012 gilt das Gesetz zur Umsetzung der EU-Hochqualifizierten-Richtlinie, welche es ausländischen Akademikern ermöglicht, 18 Monate nach ihrem Abschluss in Deutschland nach einer Arbeit zu suchen. Zudem ist nicht mehr die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit nötig, wenn ein Migrant eine Beschäftigung aufnehmen will.

Dies muss jedoch erst einmal an die Arbeitgeber kommuniziert werden, weshalb ein Ergebnis der Konferenz der „Luftpostbrief“ der Potsdamer Agentur für Arbeit ist, der die genannten Informationen enthält und bereits an etwa 2000 Potsdamer Arbeitgeber verschickt worden ist. Hochqualifizierte Migranten werden laut der Integrationsbeauftragten vor allem als Ärzte und Pflegekräfte gesucht.

Im Vergleich zu Ostbrandenburg sei die Arbeitssituation für Migranten in Potsdam zwar besser, sagt Grasnick, „aber es gilt die bundesweite Situation, dass doppelt so viele Migranten arbeitslos sind wie Bundesbürger.“ Insgesamt liegt die Arbeitslosenquote in Potsdam bei 7,9 Prozent. Erik Wenk
Quelle: www.pnn.de
    







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